Montag, 21. Dezember 2009

Das Jahrzehnt der Reklamation

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Die Zeit heilt alle Wunder.
Sie haben uns ein Denkmal gebaut.
Im Nachtzug nach Wien, Sommer 2003.Draußen der Rhein in der Dämmerung. Neben mir liest jemand den Spiegel. Darauf die brennenden Twintowers, auf den Kopf gestellt. Als wäre dieses Bild so begreifbarer. Im Ohr habe ich Wir Sind Helden. Wunder verheilen singt Judith Holofernes und das ist ok so. Wunder gibt es, sie werden zu Denkmälern. Neue kommmen. Der Soundtrack eines Jahrzehnts der fabelhaften Welt. Amelie hat uns darin eingeführt und bis heute nicht herausgelassen. Das Träumen in Zügen brachte uns langsamer durch die Zeit als die schnelle Abfolge von Bildern, dem Urbild der Twintowers folgend. Wir sind Helden in unserer eigenen Welt, in der wir reklamieren was uns zusteht. Anzukommen in einem Wien der Sommer.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Mir ist

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Mir ist manchmal so Berlin zumut.
Vielleicht sollte mir mehr Potsdam sein.
Am liebsten wäre sich Wrocław
fühlen.
Oder Dortmund?

Waschzeit

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Ein weiterer Hort der Langsamkeit.

Samstag, 5. Dezember 2009

ZeitRebellion

Stop. Stehenbleiben. Wenn alle um dich herum dem Tag entgegenspringen. Setz das Ticken der Retrouhr gegen die roten Zahlen des Radioweckers. Schreib einen Brief der lange braucht, von Gedanken erzählend die längst Vergangenheit sind. Höre eine Kassette deren Ende du voraussehen kannst. Nehm den Bus durch die Stadt von der du kaum etwas weißt, statt den RE nach Eisenhüttenstadt. Nehm einen Freund an die Hand, den du auch in einem Jahr so nennen willst. Spar dir die grau-schwarzen Auszugskopien und les ein einziges Buch von vorne bis hinten. Es könnte vieles sagen. Sei dabei wenn die Sonne aufgeht. Sicher, dass es Tage auch ohne den ersten Zug in die Stadt gibt. Sage "Guten Morgen" und hör ein Lied. Überlege und tu was du magst, sei dabei wenn du glücklich wirst. Dann wird man sich wundern und sagen : Er trotzte der Zeit.

Montag, 9. November 2009

Soldidarnośc!!

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Sie, die gehetzten Seelen, stehen zusammen. Besetzt, entsetzt ob der Dringlichkeit. The Angst and the Money regieren die strengen Stunden. Semesterwochenstunden, Leistungspunkte, Belegpunkte und Anwesenheitslisten. Wissensstauung in Zeitfenster. Und die Geschichte? Und die Liebe? Doch was wäre das Denken in Modulen ohne die finale Prüfung, den Thrill des letzten Moments. Und danach? Dort ist der Raum in den man das erlernte entleeren kann. Master für keinen! oder Master für alle! Die Seelen würden gern selbst entscheiden, in Gedanken an das Versprechen einer Generation der Großen. Die, die noch auszogen um mehr zu retten als sich selbst, die Solidarität riefen und viele meinten. Das Audimax zu dem zu machen was es sein sollte, ein Raum für freie Bildung, ist wichtig. Nicht das Basismodul Alte Welt, nicht die zwei Leistungspunkte bestimmen wie künftig gedacht, gelebt und gelernt wird. Die gehetzten Seelen müssen verharren, entschleunigen und sich darauf besinnen, wie es sein könnte, wären sie frei.

Solidarität mit der Besetzten Universität Potsdam! Denkt weiter als bis zur nächsten Leistungserhebung!

Sonntag, 1. November 2009

Zwischen Horizonten

Kulinarisch, kreativ und musikalisch literarisch (kurz:muli) kann ein Wochenende sein, das man mit Menschen verbringt, die die Freude und Sehnsucht dorthin treibt wo sie die Welt neu entdeckten. Das Kochen all der polnischen Köstlichkeiten hat da etwas anarchisch Schönes an sich und die Euphorie einer Mannheimer Balkanband ist der richtige Soundtrack dazu. Von Tag zu Tag wird das Essen besser, die Gedanken werden frischer,kreativer und auch das Muli begleitet die Tage wie der Hintergrund eines Films. Viel ist gesagt und Polen scheint entzaubert. Uns bleibt es erhalten, erschaffen wir es doch jeden Tag neu. In der Küche, auf der Bühne und im heimischen Sessel. Die Horizonte unserer Rekonstruktion reichen von Berlin bis Chemnitz, nach Erfurt und weit darüber hinaus. Bis die Horizonte Anderer unsere berühren. Irgendwo in der Mitte zwischen imaginären Grenzen und dem Wechsel von Tag und Nacht.

- dem Verein Horizont Freiwilligennetzwerk für deutsch-polnischen Dialog e.V. -

Bukowina Babel

Vom Schreiben und Sehen aus Czernowitz

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